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    Kottmar OT Eibau

    Der Ortsteil Eibau schlängelt sich entlang des oberen Landwassertales und ist eingebettet von den Bergen Kottmar, Beckenberg, Lerchenberg und Spitzberg. Als ursprünglich eigenständige Gemeinde war es ein für die Oberlausitz typisches Straßendorf, welches auf einer Länge von 4,2 km von der B 96 durchzogen wird und an der Eisenbahnstrecke Zittau- Dresden liegt. Die urkundliche Ersterwähnung Eibaus stammt aus dem Jahre 1352.
    Das Ortsbild wird von den für unsere Region typischen Umgebinde- und Faktorenhäusern mit vielen Elementen des ländlichen Barock geprägt. Sie zeugen von der Tradition der Leineweberei und des Leinwandhandels. Die Leinwandhändler (Faktoren) gründeten mit Beginn der Industriealisierung Anfang des 19. Jh. mechanische Webereifirmen, die bis zur politischen Wende 1989 neben der Landwirtschaft den Charakter nicht nur unseres Ortsteiles bestimmten.
    Für Gäste und Urlauber bietet Eibau u.a. mit dem Faktorenhof und seinem Heimat- und Humboldtmuseum viele Freizeitangebote. Das Freibad mit 3.000 qm Wasserfläche gilt als eines der schönsten und beliebtesten Bäder des Landkreises.
    Die vorhandenen Sporteinrichtungen, u.a. die Sporthalle "Am Kottmar" und das Fitness-Center, beweisen, dass der Sport mit an vorderster Stelle steht.
    Neben dem Eibauer Schwarzbier hat der seit 1993 alljährlich am letzten Junisonntag veranstaltete "Bier- und Traditionszug" die Oberlausitz inzwischen deutschlandweit bekannt gemacht. Schließlich haben wir mit der Spree eine "direkte Verkehrsverbindung" mit der Bundeshauptstadt Berlin, zumindest durch die Spreequelle am Kottmar, die zusammen mit zwei weiteren Quellen des Flusses in der Nachbarstadt Ebersbach-Neugersdorf das sogenannte Spreequellland bilden.

    Aus der Ortschronik

    Die älteste bisher bekannte urkundliche Erwähnung Eibaus stammt aus dem Jahre 1352 und findet sich im Papstzehntenverzeichnis für das Dekanat Zittau. Ursprünglich als Waldhufendorf mit Bauernwirtschaften beidseits des Landwassers angelegt, entwickelte sich Eibau ab Mitte des 16. Jahrhunderts zu einem Weberdorf.
    Noch heute zeugen die zahlreich erhaltenen Umgebindehäuser von der Tradition der Leineweberei, aber auch von der Handwerkskunst der Bauleute vergangener Jahrhunderte. Als Besonderheit gelten die vorhandenen im Ständerbau errichteten Faktorenhäuser mit ihren wertvollen architektonischen Details. Sie zeugen von einem im 18. und 19. Jahrhundert blühenden Leinwandhandel der ortsansässigen Verleger, die mit ihrer Handelstätigkeit den Ort überregional bekannt gemacht haben. Bis 1850 hatte Eibau die Führungsrolle unter den Oberlausitzer Weberdörfern inne.
    Die Faktoren bzw. Verleger gründeten mit Beginn der Industriealisierung Anfang des 19. Jahrhunderts mechanische Webereifirmen, die bis zur politischen Wende 1989 den Charakter des Dorfes als Weberdorf mitbestimmten.
    Eine für Eibau wie für die Südlausitz überhaupt wichtige Tradition findet sich auf dem Gebiet des Brauwesens. Im Jahre 1810 wurde auf einem Bierhof der Stadt Zittau die Landbrauerei Eibau gegründet.
    Zu den geschichtlich interessanten Fakten gehören auch der zwischen 1858 und 1862 unternommene Versuch der Porzellanherstellung in einer Eibauer Manufaktur sowie die Herstellung von Schamottesteinen im ehemaligen Schamottewerk (1909 - 1937).
    Um die landwirtschaftliche Entwicklung des Ortes zu charakterisieren, sei der Bau einer Molkerei im Jahre 1945 erwähnt, welche bis 1990 existierte, sowie auf die 1968 eingeweihte und noch heute genutzte Milchviehanlage hingewiesen. 1991 erfolgte die Gründung einer Agrargenossenschaft, welche die landwirtschaftliche Tradition fortführt.
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